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US-Zentralkommando meldet Abschuss von fünf iranischen Öltankern – Heizölpreise leicht gestiegen
09.09.2026

Die Spannungen und Unsicherheiten rund um den Iran und die USA setzen sich seit mittlerweile mehr als 6 Monaten fort. Nach wiederholten, versuchten Angriffen des Iran auf US-Schiffe zerstörte das US-Zentralkommando CENTCOM fünf iranische Rohöltanker, was die Spannungen in der Meerenge „Straße von Hormus“ weiter verschärfte. Damit nimmt der Schiffsverkehr in der Region weiter ab, was anhaltende Sorgen vor möglichen Versorgungknappheiten verstärkt und in direkter Folge die Heizölpreise leicht steigen lies.
CENTCOM meldet Abschuss von fünf iranischen Öltankern
Am Dienstagabend deutscher Zeit kam es zu mehreren Angriffen auf Öltanker südlich des Iran. kurz darauf bestätigte das US-Zentralkommando CENTCOM Angriffe auf insgesamt fünf iranische Öltanker. Die US-Streitkräfte hätten kurz zuvor die Besatzung aufgefordert, die Schiffe zu verlassen, bevor die Tanker „außer Gefecht gesetzt“ worden seien, hieß es in einer Mitteilung aus den USA. Kurz zuvor habe die iranische „Islamische Revolutionsgarde“ erfolglos versucht, einen US-Flugzeugträger und ein Raketensystem anzugreifen.
Teheran erweitert Drohungen gegen Schiffe im Persischen Golf
In direkter Antwort zu den Angriffen auf die eigenen Schiffe setzte Teheran selbst Raketenschläge auf US-Anlagen in Jordanien ein. Ebenso setzte man eine Warnung aus, dass Besatzungen von Tankern in der Nähe von Kuwait und Bahrain ihre Schiffe „unverzüglich verlassen“ sollen, da sie in Kürze angegriffen werden. Kurz darauf meldeten die Revolutionsgarde Angriffe auf zwei US-Schiffe, acht Öltanker und zehn weitere „nicht kooperative Schiffe“ angegriffen, genauere Meldungen zu möglichen Schäden blieben jedoch bislang aus.
An den Ölbörsen sorgten die Eskalationen direkt für weitere Preisanstiege, da Märkte und Energieunternehmen ihre Erwartungen zu Lieferengpässen und Versorgungsschwierigkeiten weiter verlängern müssen. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge nahe der Insel Hormus, eines der wichtigsten Bindestücke im Schiffsverkehr aus dem Nahen Osten, nahm rund um die Angriffe und mit den neuen Drohungen wieder ab. Am Dienstag passierten nur sechs Frachter die Wasserstraße, vor Konfliktbeginn im Februar waren es in der Regel über 100 Schiffe je Tag.
Heizölpreise steigen leicht an
Die verstärkten Angriffe auf Schiffe im Nahen Osten, sowohl durch die USA als auch den Iran, sorgen am Weltmarkt für Sorgen vor einer stabilen Ölversorgung und lassen damit die Preise von Rohmaterial und Ölprodukten steigen. Dies trifft auch Heizölkäuferinnen und Käufer in der Bundesrepublik, die aktuell mit Preisaufschlägen um +0,40 bis +1,00 Euro pro 100 Liter Heizöl gegenüber Dienstagvormittag rechnen müssen. Diese Zahlen sind jedoch nur eine Momentaufnahme und können sich je nach geopolitischen Entwicklungen jederzeit ändern.