Neue Hoffnung auf Friedensabkommen mit Iran – Ölpreise sinken

06.05.2026


In den letzten Tagen hatten die USA angefangen, Schiffe aus der Straße von Hormus zu eskortieren und gegen Angriffe aus dem Iran zu verteidigen. Dies gelang zwar im Grunde, letztlich aber waren es nicht einmal eine Hand voll Frachter die so die Blockade des Irans passieren konnten.

 

Amerikanisches „Project Freedom“ pausiert
Nun haben die USA die Mission „Project Freedom“ wieder pausiert, heißt es von Trump. „Wir haben einvernehmlich vereinbart, dass die Blockade [iranischer Häfen] zwar in vollem Umfang bestehen bleibt, das ‚Project Freedom‘ jedoch für eine kurze Zeit ausgesetzt wird, um zu sehen, ob ein Abkommen [mit dem Iran] abgeschlossen und unterzeichnet werden kann“.

 

Trump stellt baldiges Abkommen in Aussicht
Zuletzt waren die Verhandlungen zwischen den beiden Kriegsparteien eher mühsam vorangekommen. Konkrete Details zum aktuellen Stand gibt es nicht und auch aus dem Iran ist bisher kein Statement bekannt. Trump sprach lediglich von „großartigen Fortschritten“ bezüglich eines „vollständigen und endgültigen Abkommens“.

 

Iran kritisiert die USA
Vor Trumps Statement hatte der iranische Präsident, Massud Peseschkian, die USA für ihre Verhandlungsposition kritisiert: „Das Problem ist, dass die USA zwar eine Politik des maximalen Drucks gegen unser Land verfolgen, aber gleichzeitig erwarten, dass die Islamische Republik an den Verhandlungstisch kommt und sich letztendlich ihren einseitigen Forderungen unterwirft – eine Gleichung, die unmöglich ist“.

 

Ölmarkt quittiert leichte Deeskalation mit Wohlwollen
Trotz aller Kriegsrhetorik reduziert die Pausierung der US-Eskorten durch die Meerenge kurzfristig die Gefahr weiterer Eskalationen in der Region. Zuletzt war hier neben Schiffen auch wieder ein Ölterminal in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) von Drohnen getroffen wurden.

 

Inlandspreise vorerst mit Abschlägen
An den Ölbörsen wurde das mit Wohlwollen aufgenommen und sorgte für eine spürbare Preissenkung. Diese überträgt sich heute auch auf die Inlandspreise, so dass Verbraucherinnen und Verbraucher mit Abschlägen von ca. -1,80 bis -2,80 Euro/100l rechnen können. Klar ist aber auch, dass die Situation extrem volatil bleibt und jede kleinste Meldung für Schwankungen sorgen kann.