Trump macht Hoffnung auf Frieden im Iran – Ölpreise geben nach

24.03.2026


US-Präsident Donald Trump hat gestern Hoffnungen auf eine Deeskalation am Persischen Golf entfacht, nachdem er sein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus um fünf Tage verlängert und erste Gespräche mit dem Iran signalisiert hatte. Die Ölpreise gaben daraufhin ein gutes Stück nach und auch die Inlandspreisniveaus sind heute etwas günstiger.

 

Trump: „Produktive“ Gespräche zwischen Washington und Teheran
Per Social Media Post wandte sich Donald Trump gestern an die Welt und gab an, es habe „produktive“ Gespräche zwischen Washington und Teheran gegeben. Er wolle deshalb für die nächsten fünf Tage auf Angriffe von Energieanlagen im Iran verzichten. Nachdem es noch letzte Woche so ausgesehen hatte, als sei eine neue Eskalationsstufe erreicht, die vor allem die langfristige Zerstörung von Öl- und Gasanlagen zum Ziel habe, reagierten die Anleger gestern erleichtert.

 

Die europäische Rohöl-Referenzsorte Brent rutschte innerhalb weniger Minuten von 112 Dollar pro Barrel auf 96 Dollar, stabilisierte sich dann allerdings wieder im Bereich der 100 Dollar. Auch heute startet der entsprechende Kontrakt, der an der Londoner Börse gehandelt wird, wieder knapp über dieser Marke und kostet im Moment 101,67 Dollar (9:22 Uhr).

 

Ölpreise geben nach, bleiben aber auf hohem Niveau
Damit verzeichnen die Ölpreise zwar eine deutliche Abwärtskorrektur, bleiben insgesamt aber auf hohem Niveau. Denn die Behauptung Donald Trumps allein stellt noch keinen Frieden im Nahen Osten her und garantiert auch nicht die sichere Passage durch die Straße von Hormus. „Für den physischen Ölmarkt dürften letztlich Schiffe entscheidender sein als bloße Schlagzeilen“, fasst Ölmarktexpertin Helima Croft von RBC Capital Markets zusammen.

 

Damit bleibt nicht nur die Durchfahrt durch die wichtige Meerenge weiterhin unterbrochen, insgesamt bleibt die Lage am Persischen Golf extrem unsicher. An den Ölbörsen dürfte damit auch die Volatilität hoch bleiben, so dass weiterhin mit starken Preisschwankungen gerechnet werden muss – je nachdem, welche Meldungen zum Iran-Krieg noch folgen werden.

 

Inlandspreise rein rechnerisch günstiger
Bei den Inlandspreisen machen sich heute dank des Preisrutsches von gestern ebenfalls Preisrückgägne bemerkbar, allerdings bleiben die Verzerrungen hier aufgrund der volatilen Lage extrem hoch. Im Bundesdurchschnitt ergeben sich heute rein rechnerisch Abschläge von -11,75 bis -13,75 Euro/100l im Vergleich zu Montagmorgen. Es besteht jedoch keine Garantie, dass diese so auch realistisch im Handel umgesetzt werden können.