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US-Regierung verschärft Zollstreit – US-Ölbestände gesunken – Heizöl kaum verändert
27.03.2025

Die Ölpreise tendieren zu Beginn des Donnerstagshandels leicht im Minusbereich, nachdem sie am Mittwoch um etwa 1 % nach oben geklettert waren. Zuvor hatten offizielle Daten der US-Regierung gezeigt, dass die Rohöl- und Kraftstoffvorräte in den USA in der vergangenen Woche gesunken sind.
US-Öllagerbestände fallen deutlich
Die EIA meldete für letzte Woche einen Rückgang der Rohöllagerbestände um 3,3 Millionen Barrel (159 Liter), während ein Anstieg um 1 Million Barrel erwartet worden war. Auch die Destillat- und Benzinbestände gingen zurück, was positive Signale für die Nachfragetrends beim weltweit größten Rohölverbraucher an die Ölmärkte sendete.
Handelskonflikt eskaliert: Autozölle kommen!
Hauptthema des heutigen Tages dürfte allerdings die Meldung vom späten gestrigen Abend sein, dass die USA ab nächster Woche einen Zoll von 25 % auf importierte Autos und leichte Nutzfahrzeuge erheben werden.
Wie das „Weiße Haus“ gestern in seiner Stellungnahme zu den Zollplänen mitteilte, hätten die US-Amerikaner im vergangenen Jahr etwa 16 Millionen Autos, SUVs und leichte Nutzfahrzeuge gekauft, von denen 50 % (8 Millionen) importiert wurden.
Nur 25 % sind „Made in America“
Von den anderen 8 Millionen Fahrzeugen, die in Amerika montiert und nicht importiert wurden, habe der durchschnittliche inländische Anteil vorsichtig geschätzt bei nur 50 % gelegen. Daher könnten von den 16 Millionen Autos, die von Amerikanern gekauft wurden, laut Presseerklärung nur 25 % als „Made in America“ eingestuft werden.
Analysten: Höhere Zölle könnten E-Autos ausbremsen
Während sich Handelskriege in der Regel bremsend auf die Wirtschaftstätigkeit der beteiligten Staaten auswirken, könnten höhere Autopreise nach Einschätzungen von Analysten möglicherweise sogar einen positiven Effekt auf die Ölnachfrage haben. Denn der Anstieg der Neuwagenpreise durch die Zölle könnte dazu führen, die Umstellung auf neuere, kraftstoffeffizientere Modelle zu verlangsamen.
Trotz der wirtschaftlichen Risiken durch die sich weiter verschärfenden Handelsspannungen, schafft das derzeitige Gleichgewicht zwischen starker US-Nachfrage und Angebotsbeschränkungen nach Einschätzung von Rohstoffanalysten weiter ein positives Umfeld für Öl mit entsprechendem Preisdruck nach oben.
Heizölpreise ohne feste Tendenz
Angesichts der Tatsache, dass heute im frühen Handel moderate Preisabschläge für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten sind, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal –0,05 Euro bis +0,25 Euro pro 100 Liter weniger, bzw. mehr bezahlen als noch zur Wochenmitte.