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Ölbörsen handeln auf Mehrmonatshoch – Angriffe im Schwarzen Meer nehmen zu – Heizöl teurer
14.01.2026

Nach enormen Preisanstiegen gestern, weiterhin gestützt durch sehr chaotische, weltpolitische Entwicklungen, beruhigten sich die Kurse an den Börsen am frühen Morgen wieder etwas. Dennoch handeln die Märkte für Ölprodukte auf einem Monatshoch, bei den Rohölmärkten sogar auf Höchstwerten seit Oktober. Treiber für die hohen Preise sind weiterhin die weltpolitischen Verwerfungen. Die anhaltenden Angriffe auf Öltanker im Schwarzen Meer sorgen dabei immer wieder für Sorgen.
Treffer auf mehrere Nicht-russische Frachter im Schwarzen Meer
Drei griechische Öltanker wurden am Dienstag im Schwarzen Meer von bisher unbekannten Drohnen getroffen. Verschiedenen Quellen zufolge sollten die Schiffe kasachisches Öl am russischen Hafen von Noworossijsk laden. Die kasachische Ware wird hierfür über die sogenannte „CPC“-Pipeline an den entsprechenden Hafen am Schwarzen Meer gebracht, da dies die nächste Verladestelle mit Schiffszugang zum weltweiten Export darstellt.
Zur Verladung soll es bei den drei getroffenen Schiffen jedoch nicht gekommen sein. Ein Vertreter für eines der getroffenen Schiffe, die „Matilda“, meldete, dass das Schiff in Warteposition auf Verladefreigaben fast 50km vor der Küste wartete bevor die Schiffe von Kampfdrohnen getroffen wurde. Die anderen beiden Frachter waren in mehr oder minder direkter Nähe. Die „Matilda“ erlitt nur leichte Schäden und verlässt aktuell das Gefahrengebiet, auch die Crew blieb unverletzt. Zu den Schäden an den beiden anderen Tankern gibt es bisher kaum Informationen.
Gefahrenzuschläge und Exportunsicherheiten
Der wahrscheinlich kritischste Punkt an diesen Angriffen ist, dass die getroffenen Schiffe kein Teil der russischen Schattenflotte sind sondern aus Griechenland ausgesendet wurden und vermutlich ohne Waren zurückkommen werden. Kasachstan ist der zweitgrößte Exporteur für in Europa genutztes Rohöl, Angriffe auf die dafür wichtigste Seeroute sorgen dementsprechend für Unsicherheiten. Deshalb steigen Versicherungskosten und Gefahrenzuschläge auf Transporten dieser Route, was den Preis an den Ölbörsen, und damit auch beim Endkunden, nach oben treibt.
Heizölpreise steigen weiter an
Die weltpolitischen Verwerfungen scheinen so bald nicht aufzuhören und sorgen deshalb weiterhin für steigende Ölpreise, was sich direkt auf die Kosten bei Heizöl und anderen Ölprodukten abzeichnet. Aktuellen Einschätzungen zufolge müssen Abnehmerinnen und Abnehmer in der Bundesrepublik, beim Kauf von Heizöl heute mit moderaten Aufschlägen in Höhe von +0,80 bis +1,20 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern rechnen.